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Morgentaugefühle V

8:14 Uhr. Trist. Grau. Keine Sonne. Keine Wärme. Kalt. Tot. Ich friere. In meinem Ohr erzählt mir Eminem vom Ernst des Lebens. Ob die Sonne heute überhaupt noch raus kommt? Kalt. Atemwolken vor meinem Gesicht. Noch 8 Minuten. Ich setze die Kopfhörer ab. Höre. Die ersten Vögel zwitschern müde. Der Rhein rauscht. Monoton. Er sieht flach aus heute. Still. Ruhig. Zu ruhig. Doch wer ihn kennt, weiß dass er es nicht ist. Das ist nur Fassade. Stellt man sich an so einem Tag bis zu den Knien hinein, reißt die untere Strömung einen unter Wasser. Dann hat man keine Chance. 500 Menschen ertrinken jährlich im Rhein. Beängstigend. Im Winter ist die Zahl eher eine Grauzone. Da erfriert man bevor man ertrinkt. 7 Minuten. Ein LKW rollt zu schnell auf die rote Ampel zu. Bremsen quietschen. Ich setze meine Kopfhörer wieder auf. Isolation. Nur Bild. Kein Ton von der Außenwelt. Ich fühle mich unsichtbar. Das Leben rauscht an mir vorbei, lebt um mich herum. Ich stehe nur hier und sehe zu. Eine außenstehende Beobachterin des Geschehens. Ein allwissender Erzähler. Einer der sieht, dass ihre Freundinnen sich hinter ihr über die neue Frisur lustig machen. Einer der sieht, dass sein Rücklicht kaputt ist. Einer der weiß, dass es ein guter Tag wird. Für alle. Außer mir. Über mich weiß ich nichts. Meine Zukunft kenne ich nicht. Keine Prognosen, kein Drehbuch. Niemand, der mir verrät, wie es ausgeht. Niemand, der mich warnt, vor der Gefahr die da draußen lauert. Niemand, der mir von den schönen Dingen erzählt, die auf mich warten. Unsicherheit. Angst. Vorfreude. 6 Minuten. Kalt. Trist. Grau. Man sieht keine Wolken am Himmel. Oder nur Wolken und nichts anderes. Interpretationssache. Ich sehe nur Wolken. Eine Wolke. Eine einzige große Wolke, die die Sonne von uns fernhält, als wolle sie uns absichtlich schaden. Als hätten wir sie nicht verdient. Schuld. Angst vor Verantwortung. Just gonna stand there and watch me burn. Meine Haut brennt. Kalt. Ich friere. Zittern. Zähne klappern. Finger reiben die Hände in der Hoffnung auf Wärme. 5 Minuten. Ich suche mir das Kleingeld für den Bus aus meinen Taschen zusammen. Es klimpert zwischen meinen Fingern. Fühlt sich kalt an. Trist. Gefühllos. Sachlich irgendwie. Geld ist schon was trauriges. Warum handeln wir nicht mit etwas schönem? Mit Blumen, oder mit Streichhölzern. Das fände ich schön. Wenn man mit etwas bezahlt, das so viel mehr kann. Leuchten, wärmen. Eine Flamme ist ein faszinierendes Bündel Energie, ein simpler chemischer Vorgang, der doch so magisch ist. Ein einzelnes Streichholz, kann einen riesigen Raum ausfüllen. Mit dem wertvollsten, dass wir haben. Licht. Damit sollten wir handeln. Mit Licht. Etwas wichtigeres gibt es schließlich nicht auf der Erde. Ohne Licht, kein Leben. Ohne Licht, keine Photosynthese. Ohne Photosynthese, kein Leben. Ohne Leben, kein sein. Kein Ich, kein Du, kein wir, kein sie. 4 Minuten. Das Leben wirkt so grau, so leblos. Es sollte mehr Leben geben, auch bei grauem Wetter. Aber der mensch ist bequem. Bei grauem Wetter bleibt er daheim, oder flüchtet in den Süden. Tut es den Vögeln gleich. Die machen es richtig. Wenn es denen nicht gefällt, fliegen sie einfach weiter. Bis es ihnen wo anders besser gefällt. Da bleiben sie dann. Bis es ihnen nicht mehr gefällt. Wäre es doch bloß so einfach. Ich wünsche mir, ich könnte fliegen. Dann würde ich fliehen. Fliehen aus der traurigen Tristen Winterwelt. Wenn wenigstens echter Winter wäre. Mit Schnee und Wintersonne. Aber nix Schnee. Nix Sonne. Alles ist einfach nur grau. Trist. Trostlos. Tot. Kalt. Nicht nur die Dinge. Auch die Menschen. Kein lächeln, kein lachen, nur eingepackte Trauerklöße, die schnellstmöglich ihre Aufgabe erledigen, um schnellstmöglich wieder in den warmen schützenden Bau zu fliehen. Ein Lichtblick sind die Kinder. 3 Minuten. Ihnen ist es egal ob kalt oder warm, sie finden immer etwas zu lachen. Man lacht sie an und sie lachen zurück. Eine schöne Eigenschaft. Lächelt man einen Erwachsenen auf der Straße an, wird man seltsam angesehen, gefragt ob man sich kennt, warum man so blöd guckt, ob man ein Problem hat. Es wird hinter diesem Lächeln sofort etwas negatives Vermutet. Man fühlt sich angegriffen, ausgelacht. Aber warum eigentlich? Ein Lächeln ist doch im Grunde etwas so positives. Ein Ausdruck von Freude, Liebe, Zuneigung. Warum sollte man das nicht einfach erwidern und sich darüber freuen?. Warum haben wir sofort den Gedanken, jemand will uns schlecht, nur weil er uns anlächelt? Woher kommt bloß all diese Negativität in der Welt? 2 Minuten. Das Kleingeld in meiner Hand hat jetzt Körpertemperatur. Fühlt sich gar nicht mehr so fremd an. Meine Nägel sind blau verfärbt. Kalt. Eiskalt. Meine Nase ist kalt. Meine Fußzehen taub. Ich friere. Warum muss ich nur immer so frieren. Meine Schultern verspannen sich. Ein kalter Schauer läuft über meinen Rücken. Gänsehaut. Wärmt auch nicht gerade. Ich fange an von einem auf den anderen Fuß zu treten. Bewegung wärmt. Meine Busnummer blinkt. Er kommt also. Da fährt er um die Ecke. Ich steige ein, ziehe ein Ticket, Setze mich hin und lass mich in meinen Tag hineinfahren.
19.1.14 19:22
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


/ Website (19.1.14 19:41)
mag deine stakkatosätze. ich bin heut zuhause geblieben. wie meist. ja, die kinder habens noch, was sie später verlernen. man baut mit den jahren ab. phillip class ist vorgemerkt. wie so viele. ich komm mit dem hören nicht nach. oft bleibt man bei jemand hängen und hört ihn dann wochenlang. oder sie.

LG
†ΞĻ ζФmmαηδαητe†

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